Der Microsoft Web Platform Installer ist ein hilfreiches Werkzeug, für alle die mit Webentwicklung und Webseiten zu tun haben!
Der Installer hilft bei der Installation und Konfiguration von Frameworks, Tools und Web Applikationen.
Wenn Sie den Web Platform Installer (auch liebevoll WebPI genannt :-)) installieren wollen gibt es zwei Optionen:
Für diese Mini-Serie verwende ich den Web Platform Installer 3.0.
Nach der Installation steht der Web Platform Installer im Startmenü zur Verfügung.

Im Installer sind die Komponenten in zwei wichtige Kategorien getrennt: “Produkte” und “Applikationen”.
Produkte:
Im ersten Punkt “Produkte” können unterschiedliche Add-Ins und Produkte von Microsoft rund um Web installiert werden. Diese sind in vier Schichten aufgeteilt, die von der Reihenfolge etwas an den “LAMP”-Stack erinnern und vor allem LAMP Entwicklern das Zurechtfinden vereinfachen sollen:
Server: Erweiterungen für den Webserver IIS 7
Über diesen Punkt können eingebaute und externe Komponenten des Windows Webservers IIS 7 konfiguriert werden.
Die Internet Information Services bieten ein reichhaltiges Ökosystem für externe Add-In . Durch den WebPI werden diese heruntergeladen und installiert. Darunter sind hilfreiche Module wie “Application Warm up”, das “Web Deployment Tool” und meine persönlichen Highlights “FTP Publishing Service” und “WebDAV 7.5”.
Database:
Unter “Database” findet sich, wie nicht anders erwartet alles Interessante rund um Datenbanken. Das sind derzeit der SQL Server 2008 R2 Express, der SQL Server CE 4.0, ein Database Manager Add-In für die Fernwartung von Datenbanken über den IIS Manager, sowie ein Migrationsassistent für die Konvertierung von MySQL nach SQL Server und SQL Azure.
Frameworks:
Aufbauend auf die Datenbanken gibt es unterschiedliche Frameworks, um eine Web Applikation zu bauen. .NET Framework 3.5 und 4.0 mit ASP.NET finden sich dort genauso, wie auch ASP.NET MVC 3 oder ASP.NET WebPages (Codename “Razor”). Unerwartet: PHP 5, sowie SQL Server Treiber für PHP! Wirklich unerwartet? Wohl eher nicht.. IIS 7 unterstützt ja schließlich auch PHP und kann somit als schneller PHP Webserver unter Windows verwendet werden.
Tools:
Hier gibt es häufig verwendete Werkzeuge wie Visual Studio 2010 Web Developer Express, Visual Studio for Windows Azure, Expression Web Trial oder Expression Encoder, um Videos encodieren zu können.
Applikationen:
Der zweite, aber fast interessantere Teil ist eine Liste von Applikationen – auch “Web Application Gallery” genannt.
Darin enthalten sind diverse Open Source oder Freeware Projekte, kategorisiert nach Einsatzgebiet, entwickelt in ASP.NET oder PHP.
Darunter befinden sich DotNetNuke, WordPress, Umbraco, nopCommerce, Gallery, Joomla, Moodle, Piwik und laufend weitere.

Die jeweiligen Applikationen haben einen eigenen Konfigurationswizard auf Basis des Web Deployment Tools. Dadurch werden automatisch eine neue Webseite angelegt, die Datenbank oder andere Ressourcen konfiguriert. Nach Abschluss des Wizards ist die Applikation einsatzbereit!



Für alle EntwicklerInnen von Webprojekten interessant: Nutzen Sie die Web Application Gallery, um Ihr Projekt publik zu machen!
Hier finden Sie, wie’s geht.
Neu im Web Platform Installer 3.0 ist die Web Matrix.
Dabei handelt es sich um eine eigenständige Entwicklungsumgebung für Webseiten (also ein kleines Visual Studio).
Die Zielgruppe sind dabei klar Webmaster, die Webapplikationen (egal ob PHP oder ASP.NET) testen und anpassen wollen. Dafür gibt es einen Code-Editor, Datenbankverwaltungswerkzeuge und Zugriffsauswertungen in einer Applikation. Außerdem integriert eine Light Version des IIS – IIS Express, sowie SQL CE 4.0, um Webseiten mit einer Datenbank ohne langwierige Installation auszuprobieren.

Fazit: Der Web Platform Installer ist ein hilfreiches Werkzeug für Webmaster, Webentwicklerinnen und solche die’s noch werden wollen.
In weiterer Folge werde ich einige der Add-Ins und Web Applikationen vorstellen!
knom