Von
Mario Meir-Huber
18. May 2010 20:57
„Dieser Blog Post ist Teil der Serie „Cloud Computing mit Windows Azure“, alle bisher erschienenen Artikel finden Sie im ersten Posting der Serie!“
Bis jetzt haben wir uns primär auf die technischen Seiten des Cloud Computing beschränkt. Wir haben in 15 Beiträgen über die Hintergründe, APIs und Architekturen für die Cloud gesprochen. Nun wollen wir uns einmal überlegen, was die wirtschaftlichen Hintergründe für Cloud Computing sind. Hier stellt sich vor allem die Frage, wann Cloud Computing Sinn macht und wann man eher auf traditionelle Angebote setzen soll. Die Frage ist hierbei jedoch, welche Kosten in der Wolke nun tatsächlich anfallen.
Um Kosten auszurechnen, muss man zuerst zwischen einigen verschiedenen Anwendungsszenarien unterscheiden. Cloud Plattformen können einige verschiedene Auslastungen haben.
Dies wäre zum einem die Auslastung für ein gewisses Intervall. Als Beispiel kann man eine Seite für ein Event nennen. Hierbei kommt die Auslastung auf dessen Höhepunkt kurz vor dem Event. Nach dem Event nimmt diese wieder ab oder ist überhaupt nicht mehr vorhanden. Je nach Event kann die Auslastung 2 Monate vor dem eigentlichen Event starten. Ferner kann diese Auslastung auch nur auf wenige Tage begrenzt sein. Dies kann bei komplexen Berechnungen der Fall sein. Hierbei spricht man von einer zeitlich begrenzten Auslastung über das Jahr weg.
Des weiteren können Anwendungen so genannte Auslastungsspitzen haben. Diese wiederum können in zwei verschiedenen Bereichen auftreten. Diese sind entweder vorhersehbar oder unvorhersehbar. Vorhersehbare Auslastungen könnten beispielsweise stärkere Zugriffe auf ein Unternehmensinternes Portal sein. Diese könnten während den Hauptarbeitszeiten auftreten. Beispielsweise zwischen 8 und 17h. Schwieriger wird es nun jedoch bei unvorhersehbaren Zugriffen. Hierbei kann tagelang kaum ein Zugriff erfolgen, dann jedoch sehr häufige Zugriffe. Dies kann im Prinzip bei allen Plattformen auftreten. Der Nachteil bei Belastungsspitzen ist, das man für diese vorbereitet sein muss. Damit man auf solche Belastungen reagieren kann, muss ausreichend Serverkapazität vorhanden sein. Dies kostet natürlich einiges.
Eine weitere Auslastungsform ist die ein stetiges Wachstum. Hierbei kann eine Plattform entweder Linear oder auch exponentiell wachsen. Dies ist beispielsweise bei Plattformen wie Facebook oder Twitter der Fall. Die Popularität dieser Dienste ist schier unmöglich gewachsen. Besonders Facebook hat sich zu Beginn sehr schwer getan, Geld für den Ausbau der Infrastrukturen aufzutreiben. Server-Hardware ist sehr teuer und muss natürlich auch irgendwie finanziert werden. Durch Cloud Computing hat man es sehr einfach, zu skalieren. Teure Serverhardware ist nicht notwendig. Twitter, welches Beispielsweise in der Cloud läuft, hat es hier sehr einfach, verglichen mit Facebook.
Abhängig davon kann man nun entscheiden, ob man “Cloud-ready” ist. In den nächsten Posts werden wir uns die Kosten der Plattform Windows Azure mal wesentlich genauer ansehen, damit es klar wird wie man diese auch korrekt abschätzt. Ferner werden die Kosten mit traditionellen Plattformen verglichen.

Mario Meir-Huber
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