Eines der größten „Buzz-Wörter“ derzeit ist neben Cloud Computing klar Multitouch. Diverse Geräte und SDKs haben diese Technik bereits zu einem der wichtigsten Technologien gemacht. Hierbei geht es primär um neue, natürlichere Eingaben für Geräte. Aktuelle Interfaces und Interaktionsmöglichkeiten beziehen sich auf die Verwendung von Maus und Tastatur. Da dies jedoch kaum natürlich ist, sind neue Möglichkeiten in der Forschung entstanden. Jene Interfaces wurden zuerst nur in Hollywood-Produktionen wie Minority Report oder Avatar dargestellt, doch halten diese langsam auch Einzug in das „normale“ Leben.
Ziel dieser Artikelserie soll es sein, den wissenschaftlichen Stand der Dinge und den wirtschaftlichen Stand der Dinge in Erfahrung zu bringen. Hierfür werden in den kommenden Beiträgen verschiedenste Berichte und Forschungsarbeiten untersucht und vorgestellt. Am Ende der Serie soll ein Überblick über Methoden und Werkzeuge von Multitouch und Natural User Interfaces vorhanden sein.
Begriffe
Bei Multitouch wird prinzipiell zwischen zwei Gesten unterschieden: natürliche Gesten und intuitive Gesten. Erstere sind Gesten, welche sich ähnlich wie im mLeben verhalten. Dies kann das verschieben von Elementen (z.B. Dokuenten) sein. Zweiteres sind Dinge, die im wirklichen Leben sonst so nicht funktionieren würden. Hierbei kann man auf das vergrößern von Fotos verweisen. Liegt ein Foto vor einem, so ist dies nur sehr schwer zu vergrößern J. Intuitiv ist es deshalb, da es im Multitouch-Bereich durchaus sinn macht.
Auf der Windows-Plattform wird auch zwischen „Touch“ und „Touch Gestures“ unterschieden. Hierbei steht „Touch“ für bereits vorhandene Maus-Interaktionen (Klicken, Rechtsklick, Drag&Drop, ...) und „Touch Gestures“ für neue Operationen wie zum Beispiel zoomen oder navigieren.
Anforderungen
Vor allem bei Multitouch Anwendungen ist es sehr wichtig, das die Anwendung schnell reagiert. Wenn ein User ein Foto vergrößern will und die Anwendung ewig benötigt um dies zu ermöglichen, so sollte man entweder den Algorithmus überarbeiten oder die Multitouch-Funktionalität gleich gänzlich weg lassen.
Des weiteren gibt es noch einige Design-Anforderungen. Wichtig ist natürlich die Größe der Steuerelemente. Während bei der Bedienung mit der Maus eine normale Größe ausreichend ist, so ist es bei Multitouch notwendig, diese auf mindestens 40x40 Pixel zu vergrößern. Jedoch ist hierbei auch die DPI Auflösung zu beachten. So genannte „Mouse Over“ Effekte sind auch nicht möglich. Feedback muss daher in einer anderen Form gegeben werden. Texteingaben sollen auch eher gering gehalten werden, da man damit wieder eine Tastatur benötigt.
Alle Beiträge dieser Serie sind mit „multitouch&design“ getagged und können innerhalb dieses Tags einfach durchgeklickt werden. Den Vortrag dazu gibt es auf der Mix: http://live.visitmix.com/MIX10/Sessions/EX13

Mario Meir-Huber
Web: www.meirhuber.de
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