Von
Andreas Pollak
15. November 2009 22:10
"A massive scaled, multi-tenant relational database service built on commodity hardware"
Eine wichtige Aussage war, dass wir mit SQL-Azure kein Hosting von SQL-Server betreiben, sondern eine Datenbank als Service anbieten. Das bedeutet, dass die Datenbank automatisch gesichert wird, die Hochverfügbarkeit gewährleistet wird und sich um Dinge wie Load balancing und load throtteling gekümmert wird.
Nachdem es sich hier explizit um ein Service handelt, werden zur Zeit nicht alle Funktionalitäten des klassischen SQL-Servers unterstützt. Es wird natürlich eifrig daran gearbeitet, mehr und mehr Funktionalitäten zu Verfügung stellen zu können. Die Unterstützung von den Spatialfunktionalitäten steht hier beispielsweise ganz oben auf der Prioritätenliste.
SQL-Azure lässt sich problemlos mit denselben Werkzeugen (SQL-Server Managementstudio/ Visual Studio,…) ansteuern und anprogrammieren, wie wir es vom traditionellen SQL-Server gewohnt sind. Damit geben wir Ihnen die Möglichkeit die Datenbank nahtlos zwischen CLOUD und ONPREMISE hin und her zu wechseln.Natürlich müssen Sie hier das gemeinsame Subset an Funktionalitäten nutzen.
Als Authentifizierung wird derzeit SQL-Login über TDS+SSL unterstützt.


Auch wenn die gezeigte Performance (28.000 Records in ca. 6,5 Sekunden von Nordamerika nach Berlin) durchaus eindrucksvoll ist, sollte bei einer vernünftigen Architektur auch berücksichtigt werden, von wo und wie auf die Daten im Internet zugegriffen wird. Die Performance wird hier sehr stark von der verfügbaren Internetanbindung zu dem Datacenter abhängig sein. Eine örtliche Nähe zwischen Applikation und Datenbank spielt in vielen Szenarien eine wichtige Rolle. Natürlich können wir auch eine Web-Applikation im gleichen Datacenter (Windows Azure) laufen lassen und damit den Weg zwischen Datenbank und Applikation minimieren.
Es sind weltweit einige Datacenter geplant/bzw. schon im Bau und werden in absehbarer Zeit in allen möglichen Regionen verfügbar sein.
apollak